Bild: Rüdiger Kroh

LifetimeSolutions: die richtigen Services zur richtigen Zeit

Im Fokus des neuen Servicekonzepts stehen zum einen die konkreten Kundenbedürfnisse, zum anderen die drei Phasen des Maschinen-Lebenszyklus: Starten, Produzieren, Modernisieren.

(im Bild v.li.: Frank Geiselhart, Leiter Global Service CHIRON, Alexander Dörner, Leiter Service STAMA und Frank Egidi, Leiter Service SCHERER )

Das umfangreiche Wissen von CHIRON, STAMA und SCHERER über diese Phasen bildet die Basis der LifetimeSolutions: Wie verhält sich die Maschine mit fortschreitendem Alter? Welche produktionsspezifischen Vorgaben muss sie wann erfüllen? Mit LifetimeSolutions erarbeiten die Servicespezialisten eine exakt abgestimmte Strategie, können noch gezielter als bisher unterstützen, passende Produkte und Leistungen frühzeitig anbieten.

Mehr Erfahren:

Mehr erfahren Sie über die LifetimeSolutions im Artikel von NC Fertigung  01-02/2020 sowie auf unserer Website und in der neuen Service-Broschüre.

Willkommen Zukunft: CHIRON Precision Factory eröffnet

»Mit der neuen Precision Factory zeigt die Firma CHIRON eindrucksvoll, dass sie die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts tatkräftig umsetzt«, so Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, in ihrer Festrede zur Eröffnung.


Die Ministerin fuhr fort: » Denn in dieser Fabrik kommt das Beste, was unsere baden-württembergische Werkzeugmaschinenbranche zu bieten hat, zusammen: Maschinen, die höchste Produktivität mit höchster Präzision verbinden und dabei Standards für das digitale Zeitalter setzen.«

Einzigartige Fabrik für einzigartige Maschinen

Die CHIRON Precision Factory, mit 34,5 Mio. Euro die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte, bietet seit August 2019 beste und vor allem sehr stabile Rahmenbedingungen für den Bau von bis zu 400 Werkzeugmaschinen pro Jahr. Aktuell entstehen in Neuhausen ob Eck die CHIRON-Baureihen die bewährten Baureihen 15 und 18 sowie die beiden neuen Baureihen 16 und 25. Demnächst beginnt die Montage der Baureihe 22, die sich ideal zum präzisen, dynamischen Bearbeiten großer Bauteile in den Bereichen Automotive und Feinmechanik eignet.

Optimierte Montage- und Logistikprozesse für verkürzte Lieferzeiten

Die Bearbeitungszentren, die in der CHIRON Precision Factory gebaut werden, zeichnen sich nicht nur durch höchste Präzision aus, sie sind auch schneller verfügbar. Die Maschinen entstehen in Clustermontage – ein Team, eine Maschine – in kürzeren Zyklen. Pro Auftrag werden durch die optimierte Abwicklung zwei bis drei Wochen gespart, Kunden können schneller mit der Produktion starten. Und, dank Prozesssimulation im Vorfeld, auch besser: Alle Bearbeitungen, die später an der Maschine erfolgen, können schon in der Precision Factory programmiert, simuliert und optimiert werden.

CHIRON Campus am Standort Neuhausen

Dass CHIRON die Herausforderungen der Zukunft angenommen und verstanden hat, zeigt sich nicht nur an der Precision Factory selbst, sondern auch an ihrer Realisierung. Vom ersten Spatenstich bis zur Einweihung vergingen nur 15 Monate, das zukunftsweisende Projekt wurde im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen erfolgreich fertiggestellt.

Die ebenfalls neue, zentrale Logistik am Standort Neuhausen verbindet die CHIRON Precision Factory mit den bestehenden Montagehallen zum CHIRON Campus.

»Dem aktuell schwierigen Marktumfeld wirken wir mit modernsten Maschinen und gesteigerter Produktivität entgegen. Damit sind wir nachhaltig wettbewerbsfähig und können unsere Position in den aktuellen Wachstumsbranchen Luftfahrt und Medizintechnik weiter ausbauen.«
Bernd Hilgarth
CHIRON-Geschäftsführer Vertrieb

Die CHIRON Precision Factory in vollem Glanz

CHIRON Precision Factory - Fakten

Bauzeit

Juli 2018 bis September 2019 (schlüsselfertig)

Eckdaten Gebäude

  • Kapazität: max. 400 Maschinen/Jahr
  • Fläche Produktion: 9.000m²
  • Fläche Logistik: 2.500 m²
  • Fläche Büro: 2.200 m²
  • Gesamtfläche Neubau: 13.700 m²
  • Gesamtfläche Bestand: 17.000 m²

Layout

  • Materialflussoptimiert mit Logistik-Spine für alle Menschen- und Materialströme
  • Zentralisierte Endmontagen, technische Büros und Logistikflächen
  • Zentrale Kommissionierung von Maschinen und Anlagen

Gebäudetechnik

  • Betonkernaktivierung für gleichmäßige und genaue Temperierung
  • Nutzen der Maschinenabwärme
  • Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
  • LED-Beleuchtung
  • Gesamtenergiebedarf 70 kWh pro m² und Jahr

Digitalisierung

  • Smart Factory Cockpit: Steuerung von Klimatisierung, Beleuchtung und Kamerasystemen
  • Digitale Assistenzsysteme in der Montage
  • Berührungslose Logistikbuchungen
  • Digitale Qualitätsprüfung und -sicherung (»Digitaler Fingerabdruck«)
Bild: Matthias Keller

Matthias Keller, top im Beruf und auf dem Board

Matthias Keller, Leiter Technische Applikation bei CHIRON, ist überzeugt: Wer erfolgreich sein will, braucht eine positive Einstellung, ein starkes Team an seiner Seite und die Bereitschaft, mehr zu leisten. So betreibt er auch seine sportliche Karriere als Snowboarder im A-Kader des Team Deutschland Paralympics.

Herr Keller, Sie haben 1998 Ihre Ausbildung zum Industriemechaniker Geräte und Feinwerktechnik abgeschlossen und leiten seit 2019 den Bereich Technische Applikation. Zudem sind Sie seit 2017 Para Snowboarder. Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dem Vorgesetzten und dem Snowboarder?

Ja, eine ganze Menge: Es ist immer von Vorteil, einen kühlen Kopf zu bewahren – ob im beruflichen Alltag, im Weltcup oder beim Tourengehen. Ich gehe an alles überlegt heran, schaue mir die Fakten genau an. Ich finde, nur so kann man fundierte und richtige Entscheidungen treffen. Alles andere wäre, ob allein im Gelände oder als Führungskraft mit Verantwortung für mein Team, ziemlich fahrlässig.

Wie würden Sie Ihre Rolle als Führungskraft beschreiben, was ist für Sie besonders wichtig und von wem lassen Sie sich inspirieren?

Loyalität, ein fairer Umgang miteinander und ein ausgeprägter Teamspirit. Das hat mein früherer Vorgesetzter jeden Tag vorgelebt, und das versuche ich fortzuführen. Zudem sehe ich mich als »Guide«, der alles und alle in die richtige Richtung lenkt, damit etwas Gutes dabei herauskommt. Wichtig ist mir auch, dass sich jeder mit seinen Aufgaben identifiziert und an neue Herausforderungen positiv herangeht.

Ihr Motto ist »Die beste Aussicht kommt nach dem härtesten Anstieg.« Können Sie das etwas ausführen?

Nun, ich hatte einen schweren Motorradunfall, ein Unterschenkel musste amputiert werden. Der Umgang damit war und ist eine große Herausforderung, dadurch hat sich vieles verändert. Aber ich weiß jetzt, was man erreichen kann, wenn man seine Ziele konsequent verfolgt. Das motiviert mich auch als Führungskraft. Ich sehe keine Schwierigkeiten, sondern neue Möglichkeiten.

Eine dieser Möglichkeiten abseits von CHIRON ist das Snowboarden im Team Deutschland Paralympics. Welche Ziele möchten Sie sportlich erreichen? 

Die Konkurrenz ist stark, einige Länder investieren viel Geld, die Athleten sind zum großen Teil Profis. Team D ist erst nach den letzten Paralympics entstanden. Das Budget ist sehr klein, alle Athleten und Betreuer sind berufstätig, daher nehmen wir nur an einzelnen Rennen teil. Dennoch wollen wir natürlich vorn mitmischen, ein Platz unter den Top 10 kann es schon sein. Und natürlich möchten wir alle zu den Paralympics 2022 nach Peking.

Para Snowboard

Matthias Keller startet in der Klasse Lower Limb 2 (Beeinträchtigung der unteren Extremitäten) in zwei Disziplinen: SnowboardCross (SBX)und Banked Slalom.

Beim SBX fährt jeder Athlet zunächst allein gegen die Zeit, ab dem Achtelfinale geht es Mann gegen Mann. Die Strecke beinhaltet Renn- und Freestyle-Elemente. Beim Banked Slalom fahren die Snowboarder auf bis zu 35 Prozent steilen Hängen in einem mit Steilkurven präparierten Kurs. Alle Teilnehmer kämpfen zweimal gegen die Zeit, der schnellste Lauf zählt.

Wie bringen Sie Training, Job und Privatleben unter einen Hut? Das klingt echt sportlich …

Ich setze Prioritäten und fokussiere mich aufs Wesentliche. Der berufliche Alltag ist intensiv, sicher, aber der Sport ist für mich ein perfekter Ausgleich. Ich sehe alle Aufgaben, die sich mir stellen, als Chance, besser zu werden.

Was treibt Sie neben der sportlichen Herangehensweise an?

Das Leben selbst ist die größte Motivation. Es gibt so viele schöne Momente, die ich mir nach der Amputation wieder »erarbeitet« habe. Zum Beispiel das Gefühl, auf einem Gipfel zu stehen, unbeschreiblich! Der Weg nach oben mag hart sein, aber es lohnt sich, immer. Jeder Tag hat das Zeug dazu, ein guter Tag zu werden. Im Sport, privat und im Beruf.

Mehr zum deutschen Para Snowboard Team unter: 

https://www.teamdeutschland-paralympics.de/de/athleten.html

Matthias Keller im Wettkampfmodus beim Weltcup. Bild: Luc Percival Photography
Matthias Keller im Wettkampfmodus beim Weltcup. Bild: Luc Percival Photography

Berufliche Stationen im Überblick


1998    Abschluss der Ausbildung zum Industriemechaniker bei CHIRON als Jahrgangsbester

2001    Mitarbeiter in der Fertigung

2003    Zivildienst beim DRK Rettungsdienst

2004    Anwendungstechniker in der Applikation bei CHIRON

2008    Teamleiter Applikationstechnik

2015    Leiter Applikationstechnik

2019    Leiter Applikation

Bild: © de.signbar

Daumen hoch für viele Follower!

Und täglich werden es mehr: Nach knapp zwei Jahren hat die »Fangemeinde« der CHIRON Group auf LinkedIn mittlerweile die 3500 überschritten und geht auf 4000 zu.

Jeden Tag nutzen immer mehr LinkedIn-User die Möglichkeit, sich schnell, kompakt und topaktuell zu informieren. Über Messen und Events, über die CHIRON Group, die Aktivitäten der Gesellschaften und Vertretungen weltweit, über Ausbildung und Karriere. Und natürlich über die Neuheiten bei Produkten und Dienstleistungen.

Zum Beispiel über die neue Baureihe 22, zu der gerade eine Social Media-Kampagne gestartet ist. Projektbeteiligte geben Einblick in ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Herausforderungen, die sie im Entwicklungsprozess hatten.

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