Real? Virtuell? Am besten: beides!

CIMT in Beijing, METALLOOBRABOTKA in Moskau, MACHTOOL Posen, EMO Milano 2021: Gleich vier bedeutende Messen für Metallbearbeitung gingen dieses Jahr wieder live. Wie wurden die Veranstaltungen angenommen? Wie schneiden sie im Vergleich zu ihren virtuellen Pendants ab? Was spricht für Präsenz, was für Online-Formate? Für die CHIRON Group ist die Antwort klar: Beides ist richtig und wichtig. Aus unterschiedlichen Gründen.

Erfreut, enthusiastisch, begeistert. Die Resonanz auf die ersten großen Präsenzveranstaltungen nach langer Zeit war durchweg positiv. Zentrales Argument bei Besuchern und Ausstellern: der persönliche Kontakt, der direkte Austausch. Der ist, so die einhellige Meinung, durch nichts zu ersetzen. Im Gegensatz zu realen Maschinen: Viele Aussteller präsentierten sich auf reduzierter Fläche, zeigten weniger Maschinen live. Stattdessen kamen vermehrt digitale Elemente zum Einsatz.

Interaktiver Showroom und VR-Brille statt realer Maschinen
Die CHIRON Group zeigte auf der EMO Milano 2021 die kleine Micro5 und die große DZ 25 P five axis. Über das gesamte Spektrum dazwischen und weitere Neuheiten wie die Baureihe 715 konnten sich die Besucher im interaktiven Showroom informieren. Dieser wurde auch auf der METALLOOBRABOTKA und der MACHTOOL intensiv genutzt und sehr gut angenommen.

Auf der CIMT zeigte die CHIRON Group in diesem Jahr keine Maschine, stattdessen bot der Messestand viel Platz für Fachgespräche, persönliche Beratung und, viel beachtet, eine VR-Area. Hier erlebte das Fachpublikum das Maschinenhighlight – die MILL 3000 – über VR-Brillen: »Ich hatte das Gefühl, vor einer echten Werkzeugmaschine zu stehen, konnte jede Funktion genau sehen«, so ein Besucher. Auch Gong Shujuan, Chefredakteurin Vogel Media für den Bereich AI, war begeistert von dieser Darstellungsform: »Das Konzept ist innovativ, attraktiv und ein Eye-Catcher. Die CHIRON Group hat damit einen Trend gesetzt.«

Digitaler Erlebnisgehalt: hoch
Auch digitale Ausstellungs- und Veranstaltungsformate kommen gut an. Hier schätzen Besucher die Möglichkeit, sich genau dann zu informieren und beraten zu lassen, wann es für sie passt. Vielleicht in wenigen Minuten erstmal einen Überblick zu gewinnen und danach gezielt das Thema der Wahl zu vertiefen. All das bequem mit wenigen Klicks vom Rechner aus.

Für digitale Formate spricht, dass hier wirklich jeder, überall auf der Welt, teilnehmen kann. Zudem sind aktuell länderspezifische Corona-Bestimmungen oft derart strikt, dass sich eine Anreise für Besucher aus dem Ausland schlichtweg nicht lohnt. Mehrfaches Testen, diverse Formulare, Quarantäne nach Einreise stehen in keinem Verhältnis zu zwei, drei Messetagen.

Was den Erlebnisgehalt bei virtuellen Messen angeht: Der steht dem realen – zum Beispiel bei der OPEN HOUSE ONLINE – nicht nach. Persönliche Beratung mit Termin, eine 360° Tour mit Blick hinter die Kulissen, Gesprächsrunden wie die InnovationTalks im Livestream aus Tuttlingen machen auch »Messe am Bildschirm« zu einem Ereignis.