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Statt wäre, würde, könnte: ConditionServices

Was wäre, wenn ein Bearbeitungszentrum rechtzeitig meldet, wenn sich ein Wert der Toleranzgrenze nähert? Wenn Experten diese Meldung in Echtzeit erhalten würden? Und nicht nur die Ursache identifizieren und das aktuelle Problem beheben, sondern auf Basis laufend erfasster Daten diese Störung in Zukunft vermeiden könnten? Mit ConditionServices gibt es kein wäre, würde, könnte. Stattdessen ein zustandsorientiertes, immer weiter optimiertes Wartungsmanagement für erhöhte technische Verfügbarkeit der Maschinen zu planbaren Kosten.

Wartungsstrategien im Überblick
Reaktiv, proaktiv, zustandsorientiert: Das sind drei Strategien, die bei der Instandhaltung von Maschinen zum Einsatz kommen. Aktuell setzen viele Unternehmen noch auf eine reaktive Strategie – gehandelt wird, wenn die Störung bereits aufgetreten ist. Mit entsprechenden Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Anlagen: Je komplexer die Störung, desto länger kann das Bearbeitungszentrum nicht produzieren.

EfficiencyServices ermöglichen eine verbesserte reaktive Instandhaltung mit kürzeren Ausfallszeiten. Die Experten des CHIRON Group Service können – via RemoteLine und direktem Zugriff auf die Maschinendaten – Störungen identifizieren und vielfach direkt, ohne Serviceeinsatz, beheben. Kombiniert mit proaktiver, zyklischer Wartung lassen sich ungeplante Stillstandszeiten weiter reduzieren.

Um jedoch die Verfügbarkeit dauerhaft zu erhöhen, braucht es mehr: eine Strategie, die Ausfallzeiten dauerhaft Richtung Null bringt und die Maschine durchgängig »in Bestform« hält. Genau hier greifen die ConditionServices.

»ConditionServices sorgen im Zusammenwirken aus individuellem Maschinenzustand, individueller Maschinenhistorie und dem Bereitstellen von Informationen zu Wartung und Reparatur für einen intelligenten, zustandsbasierten Wartungsprozess.«
Johannes Hellstern
Product Manager Digital Services der CHIRON Group

ConditionServices: Strategie der drei Schritte
ConditionServices ist keine »Einmalveranstaltung«, sondern ein langfristig angelegter Prozess. Hin zu konstant hoher technischer Verfügbarkeit zu fixierten, planbaren Kosten.

Schritt eins: Analyse der Maschinen- und Servicehistorie
Zu Beginn werfen die Serviceexperten einen Blick zurück und schauen sich die Daten aller für die Fertigungsqualität wichtigen Komponenten genau an. Welche Störungen traten in der Vergangenheit auf?

Gab es – wie im Schaubild Werkzeugwechsler und Antriebsstrang der Y-Achse – Komponenten, die überdurchschnittlich betroffen waren? Anhand der Auffälligkeiten gehen die Experten ins Detail, betreiben Ursachenforschung und geben eine Handlungsempfehlung, wie sich die Störung künftig vermeiden lässt. Zum Beispiel durch ein Retrofit oder durch Anpassen des Wartungsplans mit erweitertem Verschleißteilpaket am Werkzeugwechsler.

Schritt 2: Zyklisches Erfassen und Auswerten der Daten
Im nächsten Schritt werden alle potentiellen Quellen – neue und bestehende Maschinen von CHIRON und STAMA,– in eine ganzheitliche Wartungsstrategie eingebunden. Basis ist ConditionLine, ein Modul aus dem SmartLine-Portfolio. Das digitale System analysiert vollautomatisch alle für einen zuverlässigen Betrieb relevanten Maschinendaten. 

Bei Neumaschinen erfolgt die Integration von ConditionLine direkt, bestehende Anlagen von CHIRON und STAMA lassen sich über ein Retrofit mit Hard- und Software nachrüsten. Für ältere Bearbeitungszentren, die noch nicht die technischen Voraussetzungen für eine Integration und durchgängige Datenerfassung und -auswertung haben, ist der HealthCheck das passende Instrument. Der HealthCheck ergänzt die Jahreswartung um weitere Termine, an denen der CHIRON Group Service die Bearbeitungszentren vor Ort manuell durchprüft. Anhand der Ergebnisse geben die Experten fundierte Empfehlungen zu Instandhaltungsmaßnahmen und zum Erschließen von Optimierungspotenzial.

Schritt 3: zustandsorientierte Instandhaltung
ConditionLine überwacht und analysiert permanent den Zustand der Maschine und erkennt frühzeitig Unregelmäßigkeiten im Betrieb. Je mehr Maschinen eingebunden sind, desto schneller entsteht eine umfangreiche, verlässliche Datenbasis. Ein weiterer Faktor ist die Zeit: Mit jedem Monat, mit jedem Jahr lassen sich potenzielle Störfaktoren präziser vorhersagen, können Wartungsumfang und Wartungsplanung entsprechend dynamisch und immer genauer an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. Die technische Verfügbarkeit erhöht sich zunehmend – und dies zu fixen, planbaren Kosten.

Kaufen oder abonnieren?
Für die ConditionServices stehen dem Kunden verschiedene Bezahlmodelle zur Auswahl. Die Software ConditionLine und die benötigte Hardware können klassisch über eine Nachrüstung erworben oder über die Vertragslaufzeit abonniert werden.  

Neben ConditionLine und/oder HealthCheck sind folgende Leistungen in allen Preismodellen enthalten: Analyse, Inspektion und Wartung der Bearbeitungszentren sowie Austausch von Ersatz- und Verschleißteilen. 

Mehr Performance in Kombination
Drittes Element einer gesteigerten Gesamtanlageneffektivität sind ProductivityServices.

Hier nehmen die Experten den Fertigungsprozess mit allen beteiligten Bereichen wie Hard- und Software, Automatisierung, Prozess- und Rüstzeiten unter die Lupe. Ungenutzte Potenziale werden sichtbar und lassen sich mit entsprechenden Maßnahmen, insbesondere durch Integration von weiteren SmartLine-Modulen, erschließen.

Sie wollen mehr über die SmartServices wissen?

Johannes Hellstern, Product Manager Digital Services der CHIRON Group, freut sich über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.

Johannes Hellstern
Tel: +49 7461 940-3728
Johannes.Hellstern@chiron.de